Mexiko


vom Atlantik bis nach Lands End

"Little by little, one travels far."

(J. R. R. Tolkien)

06.03.2015
Im Flugzeug treffe ich noch einmal einen Mexikaner, der auf dem Weg nach Irland ist. Der Flug vergeht unerwartet schnell und ich komme gut zu Hause an.

05.03.2015 Cancun
Der letzte Tag in Mexiko beginnt mit einer frühen Laufrunde am Strand. Das ganze wird zu einem Wettlauf gegen die Sonne, die heute nochmal ihr Bestes gibt. Den Rest des Morgens verbringe ich in der Innenstadt Cancuns. Nachmittags mache ich mich dann langsam auf den Weg zum Flughafen. Und damit geht die Reise zu Ende.

04.03.2015 Cancun
Morgens gibt es ein leckeres Frühstück in einem kleinen, gemütlichen Café. Danach verlasse ich Playa del Carmen und kehre zurück nach Cancun. Aus den Plänen Spring Break zu feiern wird leider nichts.

03.03.2015 Isla Cozumel
Mit der Fähre fahre ich auf die Insel Cozumel, um dort schnorcheln zu gehen. Auf ein kleines Boot umgestiegen, geht es zu drei unterschiedlichen Stellen, wo man super schnorcheln kann. Auf der Tour lerne ich die Mexikanerin Alejandra kennen. Wir verbringen den Nachmittag auf der Insel und flanieren abends auf der Promenade Playa del Carmens.

02.03.2015 Playa del Carmen
In Playa del Carmen angekommen, lerne ich Boris kennen. Nachmittags zeigt er mir die Stadt, wir schauen uns Straßenkünstler an und lassen uns abends am Strand nieder. Dort packt er seine Gitarre aus und wir spielen ein paar Lieder. Vor uns das Meer und über uns der Mond. Irgendwann nachts bringt er mich ins Hostel und somit endet ein viel zu schnell vergangener Abend.

01.03.2015 Chetumal
Sehr früh am Morgen komme ich in Chetumal an. Das Hostel ist eigentlich eher ein Zimmer innerhalb der Wohnung der hier lebenden Familie. Also teilen sich alle Reisenden die Küche und das Wohnzimmer mit dem kleinen Oscar und seinen Eltern. Immer öfter werde ich in diesen Tagen von anderen Reisenden um Tipps für deren Reise gebeten und muss mir damit eingestehen, dass meine langsam aber sicher zu Ende geht.

28.02.2015 Misol-hà & Agua Azul
Die erste Station ist heute der Wasserfall Misol-ha. Auf dem Weg dorthin lerne ich Sinéad kennen, mit der ich den restlichen Tag verbringe. Wir gehen hinter dem Wasserfall in eine kleine, enge Gruft. Auf Steinen und Holzbrettern versuchen wir, mit nicht mehr Licht als zwei Taschenlampen geben können, einigermaßen trockenen Fußes und ohne größere Verletzungen bis zum Ende durchzudringen. Danach fahren wir weiter zum nächsten Wasserfall: Agua Azul. Mit seinem klaren, blauen Wasser ist er sehr schön anzusehen und noch beeindruckender als ersterer. Dort treffen wir auf Dave, mit dem wir einige Zeit zusammen sind.

27.02.2015 Palenque
Im Regen komme ich in Palenque an, was mich zunächst dazu zwingt bis nach Mittag im Hostel zu bleiben. Dort gibt es glücklicherweise einen gemütlichen Gemeinschaftsraum. Nach einer kleinen Stärkung geht es dann tiefer rein in den Dschungel, wo sich die Ruinen von Palenque erheben. Man kann Brüllaffen hören und geht die ganze Zeit Gefahr, auf den unebenen, teils mit Blättern bedeckten und vom Regen nassen Stufen auszurutschen. 

26.02.2015 Oaxaca de Juarez
Morgens ist auf dem Stadtplatz bereits ein buntes Markttreiben im Gange. Ich fahre nach Monte Alban, wo es eine weitere Ruinenstätte zu besichtigen gilt. Auf dem Weg dorthin treffe ich Caroline und Judi aus Kalifornien. Zurück in Oaxaca bleibt nicht mehr viel Zeit, denn am frühen Abend geht mein Bus nach Palenque. Vorher vergesse ich mein Geld und meinen Ausweis im Hostel, habe aber weniger Bedenken, dass es weg ist, sondern vielmehr, dass ich es nicht mehr rechtzeitig zum Bus schaffe. Am Ende ist alles gut.

25.02.2015 Puebla
Der Tag beginnt damit, dass ich vor der traditionellen Mole gewarnt werde. Meine Zimmernachbarin hat damit keine gute Erfahrung gemacht... Den Morgen verbringe ich in Puebla, wo mein Stadtplan mittlerweile zu viele Kreise, Linien und Zeichen hat, sodass er keine große Hilfe mehr ist. Nachmittags geht es dann weiter nach Oaxaca de Juarez, wo ich abends ankomme.

24.02.2015 Puebla
Die Stadt ist bekannt für ihre farbig glasierte Tonware. Generell gibt es viele kleine Kunstläden und Ateliers. Abends tummeln sich die Leute auf dem Stadtplatz. Dort nehme ich an einer Umfrage von Studenten teil, die ein Fairtrade-Café eröffnen wollen. Puebla strotzt vor bedeutender mexikanischer Geschichte. Immerhin besiegte das Heer Ignacio Zaragozas hier die überlegenen Spanier und die mexikanische Revolution begann in dieser Stadt.

23.02.2015 Puerto Vallarta
Über eure Bedenken, dass Mexiko kein gutes Reiseland ist: Auf dem Weg zum Fernbusbahnhof beteiligt sich die ganze vordere Hälfte des Stadtbuses an meiner Sorge, nicht die richtige Haltestelle zu finden. Nachdem eine ältere Dame ihre Chips mit mir teilen will, der Busfahrer mir bedeutet auszusteigen, mir eine mexikanische Frau mit wilder Gestik die Richtung zeigt und mich ein Mexikaner, der in die selbe Richtung muss, mitnimmt, komme ich am Ende gut an und kann weiter nach Puebla reisen.

22.02.2015 Sayulita
Morgens machen Francis und ich uns auf den Weg nach Sayulita. Dort will ich surfen lernen. Da die Wellen anfangs noch nicht so gut sind, gehen wir erst etwas durch die Stadt und essen typisch mexikanisch. Nachmittags geht's dann endlich los. Und es funktioniert! Es macht richtig viel Spaß. Gegen Abend spaziere ich nur noch etwas die Uferpromenade in Puerto Vallarta entlang und sitze dann mit Francis und Tomas im Hostel zusammen.

21.02.2015 Puerto Vallarta
In Puerto Vallarta angekommen, organisiert mir ein Hostel-Mitarbeiter eine günstige Tour. Mit dem Boot geht es raus auf den Pazifik. Dort springen dutzende Delfine und der ein oder andere Wal vor meine Kameralinse! Den Abend verbringe ich mit Marco und Francis. Mit letzterem verabrede ich mich für morgen.

20.02.2015 Mexiko-Stadt
Den Tag verbringe ich größtenteils mit Israel. Dabei legt er viel Wert auf das Gentleman-Dasein. Wir trinken Margaritas und er erzählt mir einiges über die Stadt und Mexiko. Abends verabschieden wir uns am Busbahnhof. Es geht wieder Richtung Ozean.

19.02.2015 Teotihuacan
Das Hostel organisiert eine Tagestour nach Teotihuacan. Dort besteige ich sowohl die Sonnen-, als auch die Mondpyramide. Vorher lerne ich, was alles aus einer Agavenpflanze hergestellt werden kann (Pulke, Tequila, Papier, Nadel und Faden, Speerspitze). Pulke und Tequila werden natürlich vor Ort probiert. Weiter geht es in eine Werkstatt, in der Masken aus Stein hergestellt werden. Zurück in Mexiko-Stadt sehe ich mir noch eine Ruinenstätte an und den Mantel von Guadalupe.

18.02.2015 Mexiko-Stadt
In Mexiko-Stadt angekommen, gibt es fast keinen Polizisten oder Stadtarbeiter, der mir nicht den Weg erklären muss. Meistens decken sich die Beschreibungen sogar und so komme ich gut in der Metropole an. Zuerst gehe ich zum Zócalo, dann ins Museo de la Ciudad de Mexico. Abends holt mich Israel ab. Wir gehen in eine Bar, von der aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat. Danach fahren wir noch eine Weile durch die Straßen und er zeigt mir einige Sehenswürdigkeiten.

17.02.2015 Chiapa de Corzo
Der Tag beginnt mit einem richtig guten Frühstück! Dann geht es zum Canon del Sumidero. Zwischen den Felswänden hält das Boot immer wieder an. Dort gibt es unter anderem Krokodile und Affen zu sehen. Die nächste Station ist Chiapa de Corzo. Abends geht es mit dem Nachtbus Richtung Mexiko-Stadt.

16.02.2015 San Cristobal de las Casas
Es gibt nichts schöneres, als früh morgens über kurvige und steile Straßen zu fahren, umgeben von nichts als Urwald. Wenn der Dunst aus den Tälern gen Himmel steigt und alles friedlich in den ersten Sonnenstrahlen da liegt! Nach der anstrengenden und langen Busfahrt komme ich am späten Morgen in San Cristobal an. Es gibt zahlreiche Läden, kleine Gassen und am Horizont sieht man den sich zu allen Seiten erhebenden Dschungel.

15.02.2015 Campeche
Morgens gehe ich auf einen Markt, auf dem Obst, Brot, Keramik und traditionelle Kleider verkauft werden. Gegen Mittag schaue ich mir die Stadt von der Stadtmauer aus an. Ich gehe zu einer Kirche, die als Leuchtturm dient und in der noch immer eine Kanonenkugel steckt. Dann lerne ich Maria kennen, mit der ich den Rest des Tages verbringe, bevor ich abends den Nachtbus nach San Cristobal de las Casas nehme.

14.02.2015 Campeche
Die Stadt liegt direkt am Golf von Mexiko. Die Straßen sind kopfsteingepflastert, die Häuser bunt und es gibt zahlreiche historische Gebäude. Während sich alle auf den großen Karnevalsumzug vorbereiten, bleibt mir also genug Zeit durch die Gassen zu spazieren. Am Abend schließe ich mich einer Mexikanerin und einem Spanier an, die sich auf den Weg zur Parade machen. Diese ist bereits in vollem Gange. Die Mexikaner feiern ausgelassen, mit lauter Musik, viel Tanz und in aller Farbenpracht.

13.02.2015 Celestun
In Celestun beginnt der Tag mit einer geführten Bootsfahrt auf dem Rio Lagartos. Dort gibt es, neben zahlreichen Vögeln und Fischen, die für das Gebiet berühmten Flamingos. Auf dem Weg dorthin halten wir kurz an, um Babykrokodile zu bestaunen. Viel bewegen kann man sich auf dem Boot nicht, da es sonst umkippen würde. Die Fahrt geht weiter ins Dickicht, wo wir aussteigen und uns auf maroden Gehsteigen aufhalten. Zurück an Land lerne ich beim Mittagessen am Golf von Mexiko zwei Amerikaner kennen, mit denen ich den Nachmittag verbringe. Abends bin ich zurück in Merida und gehe mit Julia zu den Mayaspielen Pok-ta-Pok. Dort schlagen die Maya mit ihren bloßen Händen einen Feuerball über das Spielfeld und versuchen durch einen Ring zu treffen.

12.02.2015 Merida
Ich treffe einen Mexikaner, der einige Jahre Germanistik studiert hat und tadellos deutsch spricht! Er gibt mir einige Tipps, was man in Merida unbedingt sehen sollte. Neben den zahlreichen Kirchen, Plätzen und politischen Einrichtungen sehe ich mir die Villen von Merida an. Auf der einen Straßenseite sehe ich also die prächtigen, verzierten Häuser der Reichen und auf der anderen den bröckelnden Beton der Fassaden der Armen. Später zieht dann mit lauter Musik und ganz vielen kleinen Superhelden der Karneval in Merida ein. 

11.02.2015 Merida
Der Tag verläuft ruhig. Außer einer kleinen Tour durch die Innenstadt bleibe ich mit anderen Reisenden im Hostel.

10.02.2015 Cichen Itza
Etwas verspätet treten Morten und ich die Reise nach Chichen Itza an. Die ehemalige Mayastätte ist imposant und sehr gut erhalten. Nachmittags trennen sich unsere Wege und ich nehme den Bus nach Merida, wo ich nach einer holprigen Fahrt gut ankomme. Auf dem Weg dorthin sind unfassbar arme Dörfer zu sehen, die größtenteils nur aus Baracken bestehen.

09.02.2015 Valladolid
Am späten Morgen komme ich in Valladolid an. Die Stadt hat eine schöne Kirche mit einem freundlichen Platz davor. Ich gehe zu einer Cenote, die sich nur wenige hundert Meter entfernt befindet. Ansonsten gibt es jedoch nicht viel zu sehen. Nachmittags treffe ich zwei Neuseeländer, mit denen ich zu einer anderen Cenote fahre. Die Fahrräder, die wir uns leihen, haben nichts außer einer Rücktrittbremse und das Wort Klapperrad bekommt eine ganz neue Bedeutung. Nach der Fahrt auf entlegenen Schotterwegen entlang einer Bahntrasse schwimmen wir in der Cenote. Abends treffe ich Morten wieder, den ich in Cancun kennen gelernt habe. Mit weiteren lauschen wir der Gitarrenmusik eines anderen Reisenden.

08.02.2015 Tulum
Morgens mache ich mich auf den Weg zu den drei Kilometer entfernten Ruinen von Tulum. Die ehemalige Mayastätte liegt direkt an der Karibik. Nachmittags schlendere ich durch die Straßen von Tulum und treffe dort auf einen Mexikaner, der mit seiner Familie die für das Land typischen Totenköpfe bemalt. Er erzählt mir etwas über seine Arbeit und den nationalen Feiertag Dia de los muertos. Abends lerne ich Alex kennen, mit dem ich den Tag bei Speis und Trank ausklingen lasse.

07.02.2015 Tulum
Nach einem längeren Telefonat mit meiner Familie, die hoffentlich jetzt ein bisschen weniger besorgt ist, nehme ich den Bus nach Tulum. Die Stadt ist nicht allzu groß, sehr auf Tourismus ausgerichtet, hat aber dennoch ihren Reiz. Auf den Straßen laufen viele, teils abgemagerte Hunde herum. Die Organisation El Arca versucht sich um diese zu kümmern. In Tulum gibt es ein vegetarisches Restaurant, das wirklich gemütlich ist. Ich esse die bis dato schärfste Salsa, die mir je untergekommen ist.

06.02.2015 Cancun
Heute beginnt der Tag mit einem langen Fußweg entlang der Zona Hotelera, wo ganz viel Karibik auf einen wartet. Am Straßenrand gibt es eine Reihe kritischer Malerei zu sehen, die sich mit Mensch, Umwelt und Gesellschaft auseinandersetzt. Auf der einen Seite erstrecken sich Lagunen, auf der anderen das karibische Meer. Dort bleibe ich für eine Weile und gehe gemütlich wieder Richtung Stadt. Dort lerne ich von einem Einheimischen einiges über Tequila. Gegen Abend zeigt mir ein Feuerwehrmann die Fahrzeuge seiner Wache. Eine kurze Zeit lang darf ich auch ein Bombero sein!

05.02.2015 Isla Mujeres
Mit dem Boot geht es Richtung Isla Mujeres. Auf dem Weg dorthin haben wir die Möglichkeit zu schnorcheln. Anstrengend, aber wunderschön! Danach gibt es Cocktails, Musik, Tanz und gute Laune auf dem karibischen Meer. Später gibt es ein Buffet mit verschiedenen traditionellen Gerichten, unter anderem Kaktussalat, der ziemlich lecker ist. Wir fahren zwei unterschiedliche Stellen auf def Insel an und haben dort jeweils Zeit, um uns umzusehen. Es gibt sogar einen Hai zu sehen, allerdings in einem umzäunten Bereich. Auf dem Boot treffe ich ganz tolle Menschen. Mit Naomi, Natasha und Jonny verbringe ich die meiste Zeit. Ein mexikanisches Crew-Mitglied lädt mich nach der Tour dazu ein, den restlichen Tag mit ihm zu verbringen, aber ich habe mich bereits mit Marlene verabredet. Wir treffen uns mit weiteren Reisenden in ihrem Hostel.

04.02.2015 Cancun
Nach einem gemeinsamen Frühstück mache ich mich auf den Weg zum Strand und den Lagunen. Dort treffe ich auf den Australier, mit dem ich den gestrigen Abend verbracht habe. Wie klein die Welt auch auf der anderen Seite des großen Teichs ist. Immer wieder sehe ich kleine Echsen, die scheu am Wegesrand sitzen. Krokodile lassen sich nur auf Warntafeln finden, auf denen »füttern verboten« steht. Tatsächlich hätte ich das zu allererst gemacht. Den zweiten von insgesamt drei kurzen Regenschauer kann ich nicht ohne nass zu werden umgehen. Trotzdem ist es schön warm. Alle Mexikaner, die ich bisher auf der noch sehr jungen Reise getroffen habe, sind unfassbar freundlich und hilfsbereit. Abends steht auf einmal Marlene vor der Tür und wir gehen ein paar Biere trinken. Übrigens tut man in die Flasche eine Scheibe Limone und Salz!

03.02.2015 Cancun
Nach elf Stunden in der Luft bin ich gut in Mexiko angekommen. Mit Marlene, die ich im Flugzeug kennen gelernt habe, verlasse ich den Terminal und sprinte zur Bushaltestelle. Da heißt es erst einmal vierzig Minuten auf den nächsten Bus warten, weil wir unseren natürlich knapp verpasst haben. Also stehen wir unter mexikanischem Nachthimmel und wünschen allen Europäern eine gute Nacht. Von Marlene, die aus Frankreich kommt, verabschiede ich mich erst am Hostel. Dort treffe ich auf den Inhaber, dem zu Deutschland als erstes das »gute Bier« einfällt. Den restlichen Abend verbringe ich größtenteils mit einem Australier, der bereits einige Tage in Cancun ist.